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Eine Verfassung ohne Gott

Die EVP AR setzt sich dafür ein, dass die Prä­am­bel mit dem Got­tes­be­zug in der Ver­fas­sung bleibt.

Die Ver­fas­sungs­kom­mis­sion nimmt auf 20% der Aus­ser­rho­de­rin­nen und Aus­ser­rho­der Rück­sicht, die kei­ner Reli­gion ange­hö­ren und will Gott aus der Prä­am­bel strei­chen. Für die EVP Ist dies ein eigen­ar­ti­ges Demo­kra­tie­ver­ständ­nis. Eben­falls wird die reli­giöse und christ­li­che Tra­di­tion unse­res Kan­tons aus­ge­blen­det.
Die­ser vor­aus­ei­lende Gehor­sam irri­tiert. Die Ver­fas­sungs­kom­mis­sion reiht sich ein in die Reihe von Ver­ant­wort­li­chen, die Weih­nachts­lie­der aus Schul­fei­ern ver­ban­nen oder Kreuze, Kir­chen­glo­cken und wei­tere Sym­bole mit christ­li­chem Hin­ter­grund aus dem öffent­li­chen Raum ent­fer­nen wol­len.

Aus­ser­rho­der Wur­zeln

Blen­den wir zurück: Unser Halb­kan­ton ist auf­grund einer Land­tei­lung ent­stan­den. Dies vor dem Hin­ter­grund der Refor­ma­tion, die in unse­rem Kan­ton unblu­tig über die Bühne ging. Unser Staats­we­sen mit den Wer­ten wie Gleich­be­rech­ti­gung, Soli­da­ri­tät und Men­schen­rechte basiert auf christ­li­chen Wer­ten, wel­chen in der Refor­ma­ti­ons­zeit wie­der eine neue und kla­rere Bedeu­tung erhal­ten haben. Die Kir­chen haben in den letz­ten Jahr­hun­der­ten die wesent­li­chen Eck­pfei­ler unse­res Staats­we­sens mit­ge­prägt und haben sich um den schwa­chen Teil der Gesell­schaft geküm­mert. Viele ver­mö­gende Ausserrhoder/innen haben sich basie­rend auf ihrer christlich-humanistischen Gesin­nung für den Auf­bau des Staa­tes und sei­ner Insti­tu­tio­nen ein­ge­setzt. Und ganz gene­rell ist die Demo­kra­tie welt­weit nur in Staa­ten wirk­lich trag­fä­hig gewor­den, wel­che sich ihrer christ­li­chen Wur­zeln bewusst geblie­ben sind. Bli­cken wir nach vorne gerät dies in Gefahr: Die west­lich – abend­län­di­sche Kul­tur ent­fernt sich immer mehr von ihren Wur­zeln. Die Fol­gen davon las­sen sich in den ver­schie­de­nen Län­dern Euro­pas beob­ach­ten. Ganz zu schwei­gen von den kata­stro­pha­len Umstän­den welt­weit, in Län­dern ohne christ­li­chen Hin­ter­grund. Hier bestä­ti­gen Aus­nah­men die Regel.

Ohne Ver­gan­gen­heit keine Iden­ti­tät

Für die EVP ist klar: Wer seine Ver­gan­gen­heit nicht kennt und wert­schätzt, wird nie fähig sein die Zukunft aktiv zu gestal­ten. Denn in der Ver­gan­gen­heit sind die Wur­zeln der Iden­ti­tät ent­hal­ten. Es wird offen­bar in Kauf genom­men ‚iden­ti­täts­los‘ in die Zukunft zu gehen. Doch, unsere christ­li­che Ver­gan­gen­heit prägt Land und Leute, Spra­che und Tra­di­tion, Dör­fer und Berge. Es wäre trau­rig in unse­rem schö­nen Kan­ton zu leben, ohne diese star­ken Hin­weise auf unsere Geschichte, die untrenn­bar mit den christ­li­chen Glau­ben ver­knüpft ist. Und es würde sich die Frage stel­len, was denn als nächs­tes abge­schafft wer­den soll. Alle Kreuze auf den Berg­spit­zen, die denk­mal­ge­schütz­ten Kir­chen­ge­bäude – oder min­des­tens die Glo­cken, die Fei­er­tage, unsere Redens­ar­ten und Volks­weis­hei­ten usw.

Die prä­gende Kraft des Chris­ten­tums

Die EVP ist sich sehr wohl bewusst, dass Glaube immer mehr als Pri­vat­sa­che ange­se­hen wird, min­des­tens was den christ­li­chen Glau­ben anbe­langt. Wir tun uns als Gesell­schaft schwer mit Men­schen­grup­pen, die zu ihren Wer­ten ste­hen. Dabei lie­gen genau im Chris­ten­tum die Anla­gen bereit um in gegen­sei­ti­ger Ach­tung von unter­schied­li­chen Mei­nun­gen und Reli­gio­nen das Zusam­men­le­ben zu gestal­ten. Auch hier zeigt sich welt­weit, dass die Ach­tung der Men­schen­rechte, Bil­dung für Alle oder breit ver­teil­ter Wohl­stand in Län­dern mit christ­li­chem Hin­ter­grund eher vor­han­den sind als anderswo. Die EVP ruft alle Aus­ser­rho­de­rin­nen und Aus­ser­rho­der auf sich diese grund­le­gen­den Gedan­ken zu machen und sich für eine Prä­am­bel mit Gott ein­zu­set­zen.

Für Rück­fra­gen: Mathias Stein­hauer, Heri­sau (078 862 11 70)